Archiv für die Kategorie „Veranstaltungen“

MFG Veranstaltung Virtuelle Welten (VW) – Rückblick

Montag, 2. Juni 2008

Am 28.04.08 veranstaltete die MFG im Literaturhaus Stuttgart eine mit ~ 100 Besuchern sehr gut besuchte Veranstaltung zum Thema VW. Nicht ob sondern inwieweit und wie schnell wird sich das aktuelle Internet (Web2.D und 2.0) in die sich immer schneller entwickelnden VW integrieren und zum Web3.D entwickeln. Wie werden Mensch und Avatar die damit verbundene Verschmelzung nutzen können und mit ihr zurecht kommen?

Gleich mehr zur Veranstaltung im Detail, folgende Fragen stellen sich mir da vorneweg: wie sieht im Web3.D beste Benutzbarkeit (Usability) und Webdesign aus? Welche Programmieranforderungen werden hier entstehen? Welche Servertechniken Grundvoraussetzung? Welche Zielgruppen sind heute schon ausgemacht? Wie sehen die jeweilig erfolgreichen Web3.D-Business Modelle aus? Wer wird sie meßbar machen können (Web-Analytics, Virtual Analytics) und wer wird zukünftig verdienen?

Die Veranstaltung wurde LIVE in die Baden-Württemberg SIM in Second Life (SL) gestreamt, wobei aber SL nur ein Thema war. Sämtliche Vortragenden waren sich – bei jeweils durchaus unterschiedlichem Focus und Schlußfolgerungen allerdings – über das inwieweit und wie schnell einig. Web3.D kommt schnell und wird uns in Zukunft alle beeinflussen. Den Link zu sämtlichen Details zur Veranstaltung sowie zu den jeweiligen Präsentationsfolien gibt es hier, die Vortragenden und deren Themen im Einzelnen:

1. Prof. Dr. Peter Henning (Hochschule Karlsruhe): Lehren und Lernen in VW
2. Christian Schneider (Forschungszentrum Informatik Karlsruhe) Erfolgskontrolle: User-Tracking in SL (Virtual Analytics)
3. Fabien Röhlinger (StageSpace AG, Karlsruhe) Die 3D-Community maquari
4. Markus Breuer (The Otherland Group, Berlin) VW – Übersicht & Ausblick

FAZIT

5. Zitat aus einem Vortrag “Shopping is not about buying stuff” soll heissen, Web3.D wird uns intensiver emotionalisieren können, als Web2.D. Das Web also stärker erleben zu können, das wird sich durchsetzen.
6. Anwendungsbereiche für 3D bzw. VW sehen die Vortragenden u.a. wie folgt: eLearning (u.a. auch Volkshochschulen), Corporate Learning (wie z.B. Konferenzen), Medizinbereich, Bausektor (wie z.B. Stadtmodelle, Museen, Bauobjekte), Erlebtes Shopping, Communities, undundund…

APROPOS

7. Netzwerken: natürlich bot auch diese Veranstaltung beim Anschließenden “come together” viel Raum zum Netzwerken (Bestehende wie Neue Kontakte).

Bestimmt habe ich noch einiges vergessen zu erwähen. Fällt euch dazu noch etwas ein?

Vortrag Business Reframing bei VascoPolo e.V. Stuttgart

Samstag, 9. Februar 2008

“Alle Unternehmer tragen eine soziale Verantwortung und echtes Networking besteht aus Geben und Nehmen”. Das sagt VascoPolo e.V., das Unternehmernetzwerk für die Region Stuttgart. Passend zu diesem Motto hielt Prof. Dr. Wolfgang Berger am Montag 28.01.08 im Hotel Le Méridien in Stuttgart im Rahmen des interaktiven Vortrags “Potenziale freisetzen durch Business Reframing” vor etwa 50 Teilnehmern einen wunderbaren und spannenden Vortrag.

Unser VascoPolo Mitglied Nils Bäumer von der Agentur Synapsensprung startete den Vortragsabend mit ein paar praktischen Übungen, u.a. zum Thema Begrüßungen in aller Welt. Sämtliche Gäste kamen sehr bereitwillig und lautstark seiner Aufforderung zum mitmachen nach. Synapsensprung eben. Im Anschluß nahm uns Prof. Dr. Berger mit auf eine spannende Reise, auf welcher er uns Verblüffendes über schlummernde nicht genutzte Potenziale in Unternehmen erzählte.

Es ging dem Ökonom, Philosoph, Ex-Manager in Europa, Amerika und Asien, sowie Professor für Betriebswirtschaftslehre in Deutschland und den USA hierbei nicht um suboptimale Prozesse oder Umsätze. Alles drehte sich um das (nicht genutzte) Kapital Mensch. Oder wußten Sie, daß etwa 70% sämtlicher Angestellten in Unternehmen nichts von ihren Vorgesetzten halten und entsprechend motiviert arbeiten? Oder glauben Sie nicht, daß in einer globalisierten (Arbeits-)Welt z.B. Franzosen und Deutsche besser miteinander arbeiten und kommunizieren können wenn Sie abgesehen von fachlichen Themen wirklich verstehen, wie der andere denkt und fühlt?

Die richtigen Antworten auf diese Themen gibt es hier. Ich nehme von diesem Abend erneut die Bestätigung mit, daß es immer so aus dem Wald herausschallt wie man hineinschreit. Das ist meiner Meinung nach allerdings unabhängig zu sehen vom “oben” und “unten”.

World-Usability-Day Stuttgart – es könnte so einfach sein…

Freitag, 9. November 2007

Gestern fand im Treffpunkt Rotebühlplatz in Stuttgart der World-Usability-Day (WUD) oder auch “Tag der Benutzerfreundlichkeit” statt. Auf der öffentlichen Veranstaltung wurden zum einen Vorträge für Fachleute sowie für Laien angeboten. Auf der parallel dazu stattfindenden Ausstellung konnten sich die Besucher zum anderen an den Ständen von Universitäten, Hochschulen, Instituten und Internet-Agenturen einen Überblick und praktischen Einblick in deren täglichen Arbeit für best mögliche Benutzerfreundlichkeit verschaffen.

Fazit: ich nehme aus guten Gesprächen den Eindruck mit, dass sich die GesprächspartnerInnen seither etwas konkreter vorstellen können, inwieweit sich “zu-Ende-gelebte” Usability positiv im Internet auswirken kann. Gerade natürlich auch für das Business und/oder natürlich auch auf der kommunalen Ebene. Warum denn (gerade da) nicht?

Grundsätzlich ist eine Veranstaltung gerade zu diesem Thema zwingend erforderlich. Zeigen die Gespräche doch auch, dass sich immer noch viel zu viele Leute (immer noch) nichts konkretes darunter vorstellen können. Ich wäre allerdings dafür, der Veranstaltung ein neues zuhause zu geben.

Vielleicht wird sie dann und/oder auch mit Erhebung eines Eintrittsgeldes intensiver von der Klientel Business wahrgenommen. Meines Erachtens hat da so mancher Diskussions-/Nachholbedarf.

Mehr zum Thema: Pressemitteilung von NETFORMIC

Bollywood und Tea Talks – indische Tage in Stuttgart

Samstag, 21. Juli 2007

Die Bollywood Dancers

Ein Rückblick auf das 4. Indische Filmfestival “Bollywood and beyond” in Stuttgart vom 11.07.07 bis 15.07.07.

Leider habe ich den Eröffnungsfilm “Outsorced” am Mittwoch Abend im Metropol Kino verpasst. Mir wurde aber ausgerichtet, dass ich etwas verpasst habe und so hoffe ich, dass er auch tatsächlich im Herbst in unsere Kinos kommen wird. Ausgestattet mit den üblichen Vorurteilen über indische Filme, habe ich dann Donnerstag Abend “Guru” gesehen. Achtung: ich bin kein Filmkritiker, dennoch in Kürze meine Eindrücke.

Die fast 3 Stunden Handlung waren (für meinen Geschmack) nie langatmig, die Tanzeinlagen und Liebesszenen angenehm dosiert, die Dialoge und Statements (v.a. des Hauptdarstellers – ein erfolgreicher indischer Geschäftsmann) köstlich und die Handlung hinterlässt (bis hin zur Schlußbotschaft, wieder des Hauptdarstellers vor Gericht) einen nachdenklichen – leicht beeindruckten – blogora.

Garniert wurde das vom Filmbüro Baden-Württemberg prima organisierte Festival mit interessantem Rahmenprogramm, z.B. den Tea-Talks nachmittags (u.a. Umweltbewusstsein in Indien…). Ich konnte stets interessante Gespräche führen und einige weitere Vorurteile im persönlichen Gespräch mit indischen Gästen ausräumen. Ich freue mich auf weitere Bollywoods in Stuttgart und die Veranstaltung hat es definitiv verdient, mehr Beachtung und Sponsoren zu finden! Gratulation dem Filmbüro-Team, bis kommendes Jahr.

Overhead-Projektor – never out of style…

Samstag, 21. Juli 2007

Josef Jenni in Aktion

Vergangenen Freitag nahm ich am 5.Unternehmerforum Baden-Württemberg – Zürich in Stuttgart teil. Das Ziel dieser Veranstaltung ist verkürzt, die beiden Wirtschaftsregionen zukünftig noch enger mit einander zu vernetzen. Den Menschen und Unternehmern der beiden Regionen dient das einmal jährlich stattfindende Forum als Informationsveranstaltung und als Plattform für neue Kontakte. Die Veranstaltung beurteile ich als wertvoll, tatsächlich können hier neue sehr interessante Kontakte entstehen (Synergien, Kooperationen, Kunden).

Begeistert hat mich die Präsentation des Schweizer Unternehmers Josef Jenni (Oil of Emmental). Seine Botschaft: Sonnenenergie und andere erneuerbare Energien zugunsten einer nachhaltigen Zukunft. In 10 Minuten entfachte er mit zwei Overhead-Projektoren ein Feuerwerk. Seine Technik: fortlaufend reden, abwechselnd links und rechts neue Folien auflegen, ein bißchen Historie, ein Häppchen zum Produkt hier, eine nette Anekdote da, Vorzüge seiner Produkte, alles kurz und knackig (Der Mann erzählt viel in 10 Minuten ;)

Eine äußerst gelungene und sichere Präsentation, rhetorisch gekonnt und mit bestechendem Witz (“… ich fahre nämlich sehr gerne selbst LKW…”). Gemeint war, dass er das Handwerk des Guerillia-Marketing bestens versteht. Anlässlich einer Präsentation eines neuen Projektes/Produktes, parkte er seinen Laster mit Werbung direkt vor dem Eingang. Beweisphoto lieferte er selbstredend gleich mit…

Was lernen wir daraus? Old- meets New-Economy. Auf die Person kommt´s an. Technik ist (richtig eingesetzt) natürlich nützlich, muss aber nicht zwingend im Vordergrund stehen. Zumindestens, wenn man selbst alleine schon besticht. Vielen Dank Herr Jenni und weiter so…