Archiv für die Kategorie „Gesellschaft2.0“

Microblogging oder Kommunikation2.0 – wer twittert und warum?

Samstag, 29. November 2008

Das (Gesellschafts-)Phänomen Microblogging am Beispiel des bekanntesten Anbieters Twitter in Form eines 10-Minuten-Video – wie ich finde – recht witzig erklärt/-zählt von “Blinkenlichten Produktionen Ltd. & Co. KGâ€? aus Düsseldorf (siehe Link ganz unten).

Apropos warum twittern: Vergangenen Mittwoch Abend während der Berichterstattung über die Terror-Ereignisse in Bombay, hat der Fernsehsender CNN aus technischen Gründen kurzzeitig auf die Twitter-Szene zurückgegriffen (siehe Artikel “Twitter macht CNN Konkurrenz” vom Handelsblatt). Wenn man sich mit dem Nutzwert von Microblogging ernsthaft auseinandersetzt, erkennt man jenseits vom Stickwort Zeitvertreib einige nützliche Aspekte. Es ist eben wie immer: wenn man (wirklich) wissen will was es bringt, muß man es tun oder sich mit jemandem unterhalten, der “es tut”.

So, und nun zum Video: sehr schön finde ich die lebensnahen Schilderungen von Reaktionen von Freunden der Leute, welche Twittern. Gute Unterhaltung und fröhliches Diskutieren (anschließend)

http://www.elektrischer-reporter.de/elr/video/83/

IdeenPark Stuttgart 2008 – Rückblick auf den Ausblick

Donnerstag, 26. Juni 2008

Allen innovativen und nachhaltigen Zukunftsvisionen und -konzepten gegenüber grundsätzlich stets aufgeschlossen (u.a. auch einem Global Marshall Plan), durfte ich mir natürlich gerade diesen Veranstaltungsbesuch nicht entgehen lassen.

Ich bin immer noch völlig beeindruckt, mit welcher Überzeugungskraft ThyssenKrupp die Menschen mitnimmt und auf diese Weise an die Thematik “Visionen entwickeln”, “Faszination Technik (kann v.a. auch Spaß machen)” und/oder “Weltweit im Einklang mit Mensch und Natur Social Business betreiben” herangeht. Der IdeenPark wurde aus meiner Sicht perfekt geplant, beworben und umgesetzt. Da hat nichts gefehlt. Im Vorgang Plakat-, Fernseh- und Radiowerbung sowie eine Webseite, von der sich manches Unternehmen eine Scheibe abschneiden könnte.

Ob Gottschalks Quiz, regelmäßiges ZDF Kinder-Fernsehprogramm, Spannungsfeld “Spielen – Forschen” sowie die gerade auch farblich in hohem Maße benutzerfreundlich gestalteten Themenwelten: das Messekonzept war und ist überzeugend. Äußerst beeindruckt hat mich auch, daß sich gerade auch die hochkarätigen Partnerunternehmen und Hochschulen haben thematisch passend in die IdeenWerkstätten und Themenwelten einbinden lassen. In diesem Zusammenhang sei auch erwähnt, daß der Eintritt kostenfrei war.

Gratulation! Ich würde es sehr gerne sehen, wenn der Wirtschaftsstandort Stuttgart hier selbst und regelmäßig etwas vergleichbares auf die Beine stellen könnte. Allein als Recruiting Aktion war das für ThyssenKrupp eine perfekte (Be-)Werbung.

Bist Du von die Kripo?

Dienstag, 17. Juni 2008

Eines kurz vorneweg zur Klarstellung: bei dieser Geschichte geht es mir um das Vorleben von (leider aus der Mode gekommenen) Werten, die Personen in der Geschichte sind beliebig austauschbar.

Neulich bin ich noch kurz auf dem Parkplatz unseres Einkaufscenters im Wagen sitzen geblieben (Motor aus), um den Speiseplan für´s Wochenende und somit die Einkaufsliste durchzugehen. Während ich da so sitze und überlege, fällt mir etwa gegenüber ein Familien-Van auf. Das Auto steht, der Motor läuft. Im Auto sitzen ein Mann auf dem Fahrersitz und auf den hinteren Sitzen zwei Kinder. Vater (nehme ich an) ist mit seinem Navigationsgerät beschäftigt, die Kinder spielen hinten.

(5 Minuten später) Mein Speiseplan wächst, die Einkaufsliste auch. Gegenüber keine Veränderung: das Auto läuft immer noch, Vater ist immer noch mit dem Navi beschäftigt, die Kinder spielen immer noch. Hmmmh…

(Wieder 5 Minuten später) Speiseplan und Einkaufsliste sind fertig, jetzt kann´s losgehen. Was passiert gegenüber? Immer noch keine Veränderung. Das Auto läuft immer noch, Vater ist immer noch mit… (den Rest kennt ihr ja). Aber halt. Jetzt passiert hinten folgendes. Das Seitenfenster geht runter, eine Kinderhand hält etwas in der Hand… und läßt es fallen. Fenster geht wieder hoch. (Un)Cool. Vater hat wegen des Navis nix mitbekommen.

Ich beschließe nun einkaufen zu gehen, und vorher noch kurz den Herrn auf den Mißstand aufmerksam zu machen. Gehe also rüber und spreche ihn an: “Guten Tag…” weiter komme ich nicht. Er fragt mich “… kennst Du Dich aus mit Navi?”. Ich muß verneinen. Dann höflich aber bestimmt der Hinweis, daß seine Kinder soeben Müll aus dem Fenster geschmissen haben und ob er das so für i.O. befindet. Er kuckt aus dem Fenster auf das, was aus dem Fenster geflogen war und fragt mich: “… Bist Du von die Kripo?”

Ich sage nein und daß ich es einfach äußerst angemessen fände (cool quasi), wenn der Mißstand beseitigt wird. Abgesehen davon, daß ich Spießer so was grundsätzlich nicht mache (AlteSchule0.1 oder “g´lernd isch hald g´lernd”) würde ich in diesem Fall meinen Kleinen wenigstens anweisen, den Müll in die nächstliegende Abfalltonne zu verfrachten. Aber was macht er? Er steigt aus, hebt den Abfall vor seinen Kindern auf und trägt ihn selbst zur Tonne nicht ohne zu erwähnen, daß es ja immer so schwierig sei, auf Kinder aufzupassen.

Kurze Rede langer Sinn. Er (und auch die Kinder) hatte(n) sicher nicht verstanden, auf was ich raus wollte. Die Kinder v.a. sicher auch nicht, warum sich Papi so “zum Affen machen” lassen muß… Aber das ist eben auch ein Teil unserer Gesellschaft2.0., auf den ich allerdings gut verzichten könnte.

Vortrag Business Reframing bei VascoPolo e.V. Stuttgart

Samstag, 9. Februar 2008

“Alle Unternehmer tragen eine soziale Verantwortung und echtes Networking besteht aus Geben und Nehmen”. Das sagt VascoPolo e.V., das Unternehmernetzwerk für die Region Stuttgart. Passend zu diesem Motto hielt Prof. Dr. Wolfgang Berger am Montag 28.01.08 im Hotel Le Méridien in Stuttgart im Rahmen des interaktiven Vortrags “Potenziale freisetzen durch Business Reframing” vor etwa 50 Teilnehmern einen wunderbaren und spannenden Vortrag.

Unser VascoPolo Mitglied Nils Bäumer von der Agentur Synapsensprung startete den Vortragsabend mit ein paar praktischen Übungen, u.a. zum Thema Begrüßungen in aller Welt. Sämtliche Gäste kamen sehr bereitwillig und lautstark seiner Aufforderung zum mitmachen nach. Synapsensprung eben. Im Anschluß nahm uns Prof. Dr. Berger mit auf eine spannende Reise, auf welcher er uns Verblüffendes über schlummernde nicht genutzte Potenziale in Unternehmen erzählte.

Es ging dem Ökonom, Philosoph, Ex-Manager in Europa, Amerika und Asien, sowie Professor für Betriebswirtschaftslehre in Deutschland und den USA hierbei nicht um suboptimale Prozesse oder Umsätze. Alles drehte sich um das (nicht genutzte) Kapital Mensch. Oder wußten Sie, daß etwa 70% sämtlicher Angestellten in Unternehmen nichts von ihren Vorgesetzten halten und entsprechend motiviert arbeiten? Oder glauben Sie nicht, daß in einer globalisierten (Arbeits-)Welt z.B. Franzosen und Deutsche besser miteinander arbeiten und kommunizieren können wenn Sie abgesehen von fachlichen Themen wirklich verstehen, wie der andere denkt und fühlt?

Die richtigen Antworten auf diese Themen gibt es hier. Ich nehme von diesem Abend erneut die Bestätigung mit, daß es immer so aus dem Wald herausschallt wie man hineinschreit. Das ist meiner Meinung nach allerdings unabhängig zu sehen vom “oben” und “unten”.

Die Macht der Manager…

Mittwoch, 8. August 2007

Gestern Abend sendete das ZDF eine sehr gute Doku über “die Macht der Manager”. Zwei Dinge vorneweg. Die Präsentationsform, mit angehaltenen TV-Beiträgen von Veranstaltungen und dazwischen herumlaufend die freigestellte Marietta Slomka, fand ich prima. Außerdem habe ich grundsätzlich wirklich kein Problem mit dem Leistungsprinzip (keine Neid-Debatte von mir). Wer viel Risiko trägt, täglich viele Entscheidungen trifft, viel Positives dabei anstösst, gute Ergebnisse nachweisen kann und dafür auch wirklich sehr viel arbeitet, soll viel verdienen und v.a. gerne auch entsprechende Anerkennung erfahren.

Allerdings haben auch Manager selbst in der Sendung zu Denken gegeben, dass es (v.a. auch moralische) Grenzen gibt. Mehr oder weniger sämtliche Arbeitstätigen stehen tagtäglich für ihre Fehler gerade. Selbst differenziert betrachtet muss man feststellen, dass gelegentlich Manager für weitreichende Fehleinschätzungen/-entscheidungen belohnt werden mit einer (frei formuliert) “Firmen-Rückversicherung für Fehlentscheidungen”, mit Weiterbeschäftigung in der nächsten Führungsetage, (plus) teilweise viel zu hohen Abfindungen und und und. Natürlich wird auch der Steuerzahler belohnt, er darf die Kosten begleichen z.B. für die anschließenden Entlassungen.

Wenn in schlechten Zeiten gemeinsam nach vorne geschaut und der Gürtel enger geschnallt werden soll, dann gehe ich mit schlechtem Beispiel voran wenn ich mir selbst einen Bauch “anfr…e”, daraufhin krank werde, die Rechnung für das alles die anderen zahlen lasse und selbst stolz meine Hosenträger trage.

Aber ich gehe wie immer von mir selbst aus. An Wunder glaube ich nicht (Hochmut kommt vor dem Fall) Oder soll ich doch? …

Aufatmen…

Mittwoch, 1. August 2007

Ich gebe es gerne zu. Ich freue mich sehr, dass ich seit heute Abends ausgehen kann, ohne den Gestank von Aschenbechern und qualmenden Glimmstengel ertragen zu müssen. Auch fallen die unsäglichen Diskussionen weg, “könnten Sie doch bitte mit dem Rauchen noch warten, bis ich fertig gegessen habe…” u.s.w. Ein nützlicher zusätzlicher Effekt ist, dass man am kommenden Tag nicht nach Rauch stinkende Klamotten in die Wäschetonne stopfen muss, sondern diese eventuell sogar noch einmal tragen kann (gut gelüftet natürlich).

Komisch, all die Jahre hat man das Rauchen in öffentlichen Einrichtungen als eine Selbstverständlichkeit hingenommen. Und jetzt erleben wir in Ländern wie Italien, Frankreich, etc., in denen das Rauchen quasi wie angeboren zum Espresso oder Café au lait dazugehörte, dass es ohne grösseren Aufstand auch ohne geht…

Vielleicht entdecken nun auch die deutschen Raucher (als fast Letzte in Europa), dass man u.U. auch ohne Glimmstengel interessant wirken kann und sogar ein Essen, Espresso, Bier, Wein o.ä. “pur” schmeckt. Übrigens: auf der Strasse bzw. im Freien stört mich das Rauchen nicht, das wäre in jedem Falle des Guten zuviel und weit übertrieben.

Mal ehrlich: soviel (erzwungener) Kompromiss musste einfach sein, vielen Dank dem Gesetzgeber.