Archiv für Juli 2008

Weltmacht Suchmaschine – Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung April 2008 in Stuttgart

Donnerstag, 31. Juli 2008

Im April veranstaltete das Fritz-Erler-Forum Baden-Württemberg und die Friedrich-Ebert-Stiftung in Kooperation mit der Alcatel-Lucent Stiftung für Kommunikationsforschung im Geno-Haus Stuttgart die Veranstaltung Weltmacht Suchmaschine. Heute mal wieder ein Rückblick zu einem wie ich finde äußerst relevanten und immer wichtiger werdenden Thema.

Zwischen 18:00 – 20:00 Uhr fand der offizielle Teil statt, ab 20:00 Uhr gab es Raum für ein Get Together. Podiumsteilnehmer(*), Referenten , Moderation sowie die anschließende Diskussion aus meiner Sicht ein absolutes Plus.

(*) 6 Podiumsteilnehmer, Vertreter aus folgenden Sparten: 1 Suchmaschinen/Lycos, 2 Juristen vom Fach, 1 Politiker vom Fach, 1 IT-Sicherheit & Datenschutz PLUS 1 Moderatorin/Politikerin vom Fach.

Ablauf:

  • 18:00 Veranstaltungsstart
  • 10 Minuten Grußworte
  • 10 Minuten Einstiegsfilm zur Thematik. Entwicklung Medienlandschaft seit den 90er Jahren bis 2015, Zukunftsszenario Entwicklung Suchmaschinen z.B. vs. Zeitung, Suchmaschinen werden noch mehr zur zentralen Datensammelstelle u.a. durch Social-Networking & auch Rating- und Tracking-Aspekte. Frage: was wird – auch ohne die Zustimmung der User – wo und wie verwendet? Sind sich alle dessen bewußt?
  • Erste leichte Beklemmung bei den Besuchern ist spürbar, der Film war eindrucksvoll inszeniert.
  • Im Anschluß eine Stunde moderierte Fragen/Antworten. Mehr oder weniger alle Vertreter bestätigen die gezeigte Zukunftsvision
  • Im Anschluß 20 Minuten Fragen und Statements der Besucher.
  • Im Anschluß 20 Minuten Abschlußstatements der Podiumsteilnehmer.

Fazit Podiumsteilnehmer:

  • Wer wie z.B. Suchmaschinen Inhalte aus dem Internet veröffentlichen will, sollte durch die Gesetzgebung auch in Zukunft nicht grundsätzlich daran gehindert werden können. Gemeint sind sämtliche Inhalte, welche auf Webseiten, Blogs und sonstigen Portalen zur Veröffentlichung von persönlichen Daten, Bildern, Videos etc. von den Internet-Nutzern selbst aktiv veröffentlicht werden können.
  • Augenmerk sollte allerdings auf dem Opferschutz liegen. Wenn rechtskräftige Urteile Veröffentlichungen verbieten muß sichergestellt sein, daß die betreffende Seite schnellst möglich abgeschalten werden kann (und v.a. anschließend nicht wieder auf irgendwelchen anderen Webseiten auftaucht).

Mein Fazit:

  • Absolut relevantes Thema, sehr gute personelle Besetzung von Podiumsteilnehmer und Moderation sowie interessante und v.a. auch zahlreiche Zuschauer. Der Besuch hat sich gelohnt.
  • Leider gehen Internet-Nutzer (vor allem auch gerade jüngere Menschen) äußerst unbekümmert mit dieser Problematik um. Bitte also nicht wundern, wenn die selbst aktiv gemachten Veröffentlichungen in Portalen für Social-Bookmarking (wie z.B. Mister Wong) oder Social-Networking (wie z.B. XING) oder Video-Portalen (wie z.B. youtube) auch von Menschen angeschaut werden, welche sich ein genaues Bild von einer Person machen wollen (z.B. Personalchefs im Falle einer Bewerbung).

Empfehlung:

  • Es ist in heutiger Zeit unbedingt empfehlenswert, sich im Vorfeld eine Strategie zu entwickeln, welche Daten meiner eigenen Online-Vermarktung wie zuträglich sein können. Vor der Veröffentlichung habe ich mein Eigenmarketing noch selbst in der Hand, danach kann ich nur noch beobachten und im günstigsten Fall (siehe Strategie) davon profitieren.
  • Ich meine damit ausdrücklich jeden Internet-Nutzer. Damit es bei jedem Klick macht empfehle ich jedem einmal seinen eigenen Namen in (z.B.) Google, Yahoo oder Lycos einzugeben. Viel Spaß…

Bollywood & Beyond Stuttgart 2008 – die Erfolgsstory geht weiter

Dienstag, 29. Juli 2008

Der Eröffnungsfilm “Valu – the wild bull” stand im wahrsten Sinne bereits für das “beyond”. Hintergründiger Humor und angenehm viel Drama waren sehr erfrischend, allerdings wurden die Untertitel – zumindestens für mich – zu schnell wieder ausgeblendet. Apropos “beyond”: es steht laut Oliver Mahn – Vorsitzender des Filmbuero Baden-Württemberg – v.a. auch für beyond classical Bollywood cinema (also auch für Dokumentation, Kurzgeschichten und Animation, Action – Horror – Thriller, mehr darüber hier)… Dieses Jahr jährte sich die Städtepartnerschaft von Mumbai (ehemals Bombay) und Stuttgart zum 40sten mal. Zu Gast waren und sprachen daher v.a. auch die indische Botschafterin Meera Shankar, Honorarkonsul von Indien Andreas Lapp (auch Hauptsponsor des Festivals) sowie der Oberbürgermeister der Stadt Stuttgart, Dr. Manfred Schuster. Kurz und gut, die bereits existierenden gegenseitigen Verflechtungen werden weiter genutzt und v.a. weiter mit Leben gefüllt und ausgebaut. Übrigens, die Kinoveranstaltungen waren nahezu sämtlich ausverkauft.

Auch das Rahmenprogramm sprengte die Erwartungen des Vorjahres. Die “Street of India” in der Lautenschlager Straße ist dieses Jahr sehr gut angekommen. 10 indische Verpflegungsstände, 50 Bierbänke, Palmen und indisches Flair. Die indischen Köche sind fast nicht hinterhergekommen, vor den Verpflegungsständen bildeten sich ständig Schlangen. Viele Passanten waren gar enttäuscht, daß die “Street of India” trotz der 40 jährigen Partnerschaft so klein geraten war. Wenn das keine Steilvorlage für einen würdigeren (größeren) Rahmen für das kommende Jahr ist? Pläne/Konzepte gibt es ja bereits. Laut einem Prospektverteiler, gingen tausende Prospekte unters Volk, ohne das diese als Altpapier auf der Straße landeten. Sehr löblich, Stuttgarter sind eben offensichtlich nicht nur “kehrwochengeprägt”, sondern v.a. auch weltoffen. Die “Tanzveranstaltungen beim Filmhaus gleich nebenan waren zudem so gut besucht, daß der Zugang zum Innenhof des Filmhauses von Zeit zu Zeit geschlossen werden mußte.

Wer es noch nicht weiß, jährlich findet während des Filmfestivals auch das Indo-German Business Forum statt, welches sich zunehmend auch den Themen erneuerbare Energien widmen wird. Auch das dürfte für so manches innovative Unternehmen eine Steilvorlage sein.

bing! intensive – Werner Tafel und Sabine Hoffmann zu Gast bei VascoPolo Stuttgart e.V.

Montag, 21. Juli 2008

Mittwoch 09. Juli 2008 nahm ich in der Zuckerfabrik Stuttgart an der Veranstaltung “bing! intensive” teil. Werner Tafel und Sabine Hoffmann führten den Besuchern der Veranstaltung den “bing-Effekt” vor bzw. wie es funktionieren kann, uns in unserem (Geschäfts-)Alltag zu Orientieren sowie ein Umfeld zu schaffen und den Willen zu entwickeln, Blockaden zu entdecken (… ah, jetzt ist bei mir der Groschen gefallen…), Entscheidungen zu treffen, Lösungsansätze zu finden und diese v.a. auch umzusetzen.

Wer hierzu mehr Hintergründe aus erster Hand nachlesen möchte, dem empfehle ich einen Besuch auf ErfolgsKonferenz.de. Die Präsentation war insgesamt äußerst kurzweilig und sehr lebendig, die Gespräche anschließend mehr als dies. Apropos Gespräche und Netzwerken: wer mehr Hintergrund-Infos über das Unternehmer-Netzwerk VascoPolo e.V. aus Stuttgart erfahren möchte, dem empfehle ich einen Besuch auf deren Webseiten sowie auch gerne mal einen unverbindlichen Besuch eines Business-Frühstücks Mittwoch morgens im Cafe Meisters Stuttgart.