Gestern Abend sendete das ZDF eine sehr gute Doku über “die Macht der Manager”. Zwei Dinge vorneweg. Die Präsentationsform, mit angehaltenen TV-Beiträgen von Veranstaltungen und dazwischen herumlaufend die freigestellte Marietta Slomka, fand ich prima. Außerdem habe ich grundsätzlich wirklich kein Problem mit dem Leistungsprinzip (keine Neid-Debatte von mir). Wer viel Risiko trägt, täglich viele Entscheidungen trifft, viel Positives dabei anstösst, gute Ergebnisse nachweisen kann und dafür auch wirklich sehr viel arbeitet, soll viel verdienen und v.a. gerne auch entsprechende Anerkennung erfahren.
Allerdings haben auch Manager selbst in der Sendung zu Denken gegeben, dass es (v.a. auch moralische) Grenzen gibt. Mehr oder weniger sämtliche Arbeitstätigen stehen tagtäglich für ihre Fehler gerade. Selbst differenziert betrachtet muss man feststellen, dass gelegentlich Manager für weitreichende Fehleinschätzungen/-entscheidungen belohnt werden mit einer (frei formuliert) “Firmen-Rückversicherung für Fehlentscheidungen”, mit Weiterbeschäftigung in der nächsten Führungsetage, (plus) teilweise viel zu hohen Abfindungen und und und. Natürlich wird auch der Steuerzahler belohnt, er darf die Kosten begleichen z.B. für die anschließenden Entlassungen.
Wenn in schlechten Zeiten gemeinsam nach vorne geschaut und der Gürtel enger geschnallt werden soll, dann gehe ich mit schlechtem Beispiel voran wenn ich mir selbst einen Bauch “anfr…e”, daraufhin krank werde, die Rechnung für das alles die anderen zahlen lasse und selbst stolz meine Hosenträger trage.
Aber ich gehe wie immer von mir selbst aus. An Wunder glaube ich nicht (Hochmut kommt vor dem Fall) Oder soll ich doch? …